Ich bin wieder da! – oder: Nun ist ja wieder alles gut.

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Seit sieben Monaten habe ich eine neue Bank.
Seit fünf Monaten habe ich einen neuen Job.
Seit drei Monaten habe ich eine neue Wohnung.
Seit heute bin ich endlich wieder online!

Nach gut 18 Jahren immer im Netz, musste ich die letzten neun Monate zu 90% „ohne“ auskommen. Zwar hatte ich per Handy (WiFi-Hotspot) Internetzugang, aber die zwei GB waren dann doch immer schnell aufgebraucht. Man war ja auch unterwegs online. Whatsapp, Telegram, Mails, AFM-Radio, Forum, etc fressen ja auch Volumen.

Nun ist ja wieder alles gut.
Heute morgen kam der Techniker und schaltete mich endlich frei. Vorausgegangen war eine nicht eingeplante sechswöchige Internetabstinenz, weil der „Umzug“ des Anschlusses zwischendurch storniert wurde, weil die Techniker „das nicht hinbekommen“, oder weil „die technischen Voraussetzungen an ihrem Wohnort nicht gegeben sind“. Oder so… Kennen bestimmt viele. Bislang hatte ich noch nie Probleme mit dem Provider… Vielleicht liegt es ja daran, dass ich nicht auf St. Pauli wohne, sondern knapp zehn Meter daneben…

Dennoch:
Nun ist ja wieder alles gut.
Und plötzlich erscheint mir die Weite Welt des Wirrwarrs komplett neu!
Ungeahnte (also lang vermisste) Möglichkeiten der Recherche! Wikipedia! (Welch ein – vielleicht von einem PC-Gott selbst erschaffenes – unglaubliches Quell des Wissens!). Live-Streams! Foren! Skype! (Hallo Mum…!), Youtube, Online-Banking…
Ach du Wahnsinnig Werdendes Wunderding – was hab‘ ich dich vermisst…!

Ein so gennanter „Nerd“ bin ich aber sicherlich nicht. Ich genieße es nur, die gegebenen Technologien jederzeit (möglichst sinnvoll) nutzen zu können – wohlgemerkt: nicht MÜSSEN! Wer kennt es nicht: Man sitzt mit Freunden zusammen, quatscht über dies und das (also meistens über Fußball…) und irgendwann taucht die unvermeidliche (Streit-) Frage auf, ob der Spieler XY mal für den Verein XY gespielt hat, und vorallem; von wann bis wann? Und wie viele Tore er – bei wie vielen Einsätzen – erzielt hat. Verschossene Elfmeter, Rote Karten und so weiter…

Dann schaut man einfach im Netz nach. Klare Sache.
Nur, – was haben wir eigentlich früher gemacht? – Lexikon? Oma / Opa anrufen? (analog natürlich!), im Kicker-Sonderheft nachschlagen? Lehrer fragen? (peinlich°!)… Ich weiß es auch nicht (mehr)… Dennoch sind wir ja nicht blöd. Oder doof. Oder dumm. Wir haben ja in unserer Jugend viel gelernt. Nur warum nutzt die heutige Jugend die sich ihr bietenden Möglichkeiten des wissens-erweiternde In-Puts nicht, sondern daddelt lieber (oder gruppenzwang-dynamsich) irgendwelche sinnfreien „Spiele“?
Naja, nicht mein Ding. Oder: ich bin einfach zu alt dafür. Wofür? – Ach, was soll’s…

Nun ist ja wieder alles gut.
Und zum Glück habe ich jeden Tag auch mit real existierenden Menschen zu tun ;-))
Dank euch dafür!

Saisonende: Klassenerhalt geschafft oder Aufstieg knapp verpasst?

Uff! … Was für eine Saison…! Das geht wohl vielen so, wenn sie braun-weißes Blut in den Adern haben. Nach dem relativ guten Abschneiden in der Vorsaison, peilte man zumindest den Aufstieg an, – oder eine neue B-Serie und das Double. Naja, nicht ganz. Aber mit dem Abstieg sollte man doch wohl nichts zu tun bekommen… Doch natürlich kam alles ganz anders. Wie kann es bei diesem Verein auch anders sein…

Allein ein Blick auf die Hin- und Rückrunden-Tabelle lässte einem den eiskalten Schauer den Rücken runterlaufen. Man denke nur daran, wir hätten in den ersten 17 Spielen genauso viele Punkte geholt, wie in den letzten 17 Partien…

tabelle_hin_rueck_2016_17

Einige Abgänge, ein paar Neuzugänge – das Grundgerüst gehalten. Die Neuen entfachten Optimismus aller Orts. Aber gleich beim ersten Ligaspiel in Stuttgart nahm das Schicksal seinen Lauf: Klar das bessere Team, durch Bouhaddouz in Führung gegangen und dannaber dennoch sehr unglücklich verloren (1:2). Im ersten Heimspiel gegen Braunschweig gleich die nächste Klatsch – 0:2.

Etwas Auftrieb gab dann der relativ lockere 3:0-Sieg im DFB-Pokal beim VfB Lübeck. Doch das Ding lief anschließend völlig aus dem Ruder: 0:1 in Dresden verkackt, der erste Sieg zuhause am Millerntor über Bielefeld (mit dem 2:1-Siegtreffer von Sahin in der 90. Minute!), täuschte uns nur kurz, denn auch wenn es beim KSC und gegen 1860 jeweils zu einem Punkt reichte, folgte die nächste Niederlage prompt. Oder besser gesagt: Die nächsten Niederlagen. Denn es folgten deren gleich fünf am Stück: Union (0:2), Hannover (0:2l), Aue (1:2), Sandhausen (0:3) und im Pokal gegen Hertha (0:2).

Ein glückliches 1:1 im Heimspiel gegen Nürnberg ließ kurzfristig die Flamme der Hoffnung zumindest nicht gänzlich erlischen. Dennoch bereiteten etliche Bekannte bereits ihre Sky-Abo-Kündigungen vor. Die zeigen ja keine Dritte Liga…
Es hagelte drei weiter Pleiten gegen Würzburg (0:1), Düsseldorf (0:1) und Heidenheim (0:2). Die Rote Laterne leuchtete seit Wochen direkt neben dem Kiez.
Anschrift: Harald-Stender-Platz 1…

Die letzten drei Partien der Hinrunde brachten immerhin noch fünf Punkte! 0:0 gegen Kaiserslautern und 1:1 gegen Bochum, dazwischen der erste Auswärtserfolg beim 2:0 in Fürth. Dennoch ging es als Tabellenletzter in die Winterpause.

Die Rückrunde begann wie der Saisonstart: Mit einer unglücklichen Pleite gegen den späteren Meister VfB Stuttgart (0:1). Dann aber schien Ewald unseren Jungs bei einer seiner Video-Analysen anstelle von taktischen Spielzügen des kommenden Gegners eher die Rede eines ehemaligen Bundespräsidenten vorgespielt zu haben. Ein Ruck ging durch’s Team und es folgten fünf Spiele ohne Niederlage: Die Siege in Braunschweig (2:1 und über Dresden (2:0), wurden nur kurz durch das 1:1 in Bielefeld gestört. Dann folgte der grandiose 5:0-Sieg über den KSC, bei dem ich mich nach 45 Minuten ernsthafte fragte, ob ich im richtigen Stadion bin und dort wirklich mein FC auf dem Rasen spielt… Das 2:1 bei 1860 war dann der vorläufige Schlusspunkt in Sachen Aufholjagd. 1:2-pleite zuhause gegen Union, nur torlos gegen Hannover (ebenfalls am Millerntor), und auch in Aue gab es mal wieder Haue (0:1).

Nach dem Dienstagnachmittagsspiel gegen Sandhausen war man sich anschließend vor Fanräume nicht sicher, ob das ein gewonnener Punkt oder doch eher zwei verlorene seien. Zumindest war es der Startschuss zu einem historischen Vereinsrekord: Mit den Siegen in Nürnberg (2:0), gegen Würzburg (1:0), in Düsseldorf (3:1), zuhause gegen Heidenheim (3:0) und in Kaiserslautern (2:1) sowie dem 1:1 daheim gegen Fürth, sowie dem tollen Saisonabschluss in Bochum (3:1), blieben die Bhoys in brown in acht Partien in Serie ungeschlagen – und gingen dabei sechsmal als Sieger vom Platz. Und das gleich viermal…!

Nun geht es also in die Sommerpause.
Nein halt! – erst kommen ja noch die ganzen Relegationsspiele sowie die Finals in Europa- und Champions League etc. Zwar – teils leider, aber auch teils zum Glück – ohne braun-Weiße Beteiligung. Doch dazu demnächst mehr… Hier noch die Abschlusstabelle 2016 / 2017
YNWA
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